Auszug aus den Bossel-Regeln
Jedes Team hat EINE Scheibe. Nicht zwei. Nicht drei. EINE. Wenn ein Team die Scheibe im Gebüsch verliert, hat es verloren. Das ganze Spiel! Einfach alles. Es gibt keine Ersatzscheiben. Aus. Ende. Das Spiel ist vorbei, und dein Team geht als die größten Versager der Münsterländer Sportgeschichte nach Hause. Passt also gefälligst drauf auf.
Die Abrechnung wird am Ende gemacht. Nicht nach jedem Wurf rumdiskutieren. Das ist Bosseln, nicht der Deutsche Bundestag. Wer die Scheibe 3 Meter ins Unterholz zimmert, akzeptiert die Demütigung. Schreib einen Strafpunkt auf. Das Leben geht weiter (vorausgesetzt, die Scheibe ist noch da).
Landet die Scheibe im Graben, nicht in den Straßengraben klettern. Es gibt extra einen Käscher! Der Graben ist tief, schlammig und stinkt nach Landwirtschaft aus drei Jahrzehnten. Du wirst nass, braun und enttäuscht. Die Scheibe liegt jetzt ohnehin schon quasi in Holland – und da du keine Ersatzscheibe hast, verweise ich hiermit direkt auf Regel 1. Akzeptier das einfach.
Der Bollerwagen wird gezogen. Nicht geritten. Und schon gar nicht als Abfahrts-Bobsleigh für übermütige Kumpels und Kumpelinen genutzt. Der Bollerwagen zieht das Bier. Er ist die wichtigste Infrastruktur des Tages. Wer den Bollerwagen umwirft, fliegt aus der Truppe. Ohne Abfindung.
Wenn ein Auto kommt, schreien alle „AUTO!“. Laut. Nicht flüstern. Auch nicht drüber nachdenken, ob du noch schnell werfen kannst. Das Auto wiegt zwei Tonnen. Die Bossel Scheibe ein paar Gramm. Die Mathematik kennt keine Gnade.
Biertrinken ausdrücklich erwünscht! Bier hat sicherlich isotonische Mehrwerte. Irgendwo tief im Innern drin. Also trinkt! Wir sind immerhin Sportler.
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